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Bonn-Ausflug der Japanisch-Grundkurse und -AG im November 2011

Am 23.11.2011 ging es endlich zu unserem ersten vielversprochenen Japanisch-Ausflug, den wir zusammen mit den AG-Schülern, unseren Senpais und natürlich Trumpa-Sensei begingen.

In Bonn-Bad Godesberg trafen wir auf Trumpa-Sensei und machten uns zusammen auf den Weg zum Restaurant ''Kamijo'', nach Trumpa-Senseis Angaben eins der einzigen echt japanischen Restaurants in der Umgebung. Mit einem japanischen Gruß auf den Lippen betraten wir dann das Restaurant, das unserer Meinung nach recht hübsch gestaltet war und auch wirklich ''japanisch'' wirkte. Das Restaurant hatte zwei Räume. In unserem Raum standen drei lange Tische. Diese waren so gedeckt, dass auf jedem Platz eine Serviette und ein Paar japanische Stäbchen inklusive Halter bereit standen. Wir setzten uns und bestellten Wasser oder grünen Tee. Die Atmosphäre in diesem Restaurant war für uns sehr ungewöhnlich, aber dennoch gemütlich, denn das Restaurant war mit Schiebefenster-Wänden vor den Fenstern ausgestattet und es war nicht so kitschig eingerichtet, wie man es beim Chinesen kennt.

Keiner von uns beiden hatte eine genaue Vorstellung von japanischen Essen, das wir nun mit Spannung erwarteten. Die Kellnerin brachte jedem von uns ein kleines Schälchen, worin sich etwas befand, das für uns wie etwas Eingelegtes aussah. Es hatte eine leicht bräunliche Farbe und die Form von Glasnudeln (es war aber Rettich!). Trotz der Tatsache, dass wir nicht wussten, was genau in der Schale enthalten war, fingen wir an, es zu essen - und es schmeckte sehr lecker. Den Geschmack könnte man als undefinierbar bezeichnen mit einem Hauch Süße. Kurz darauf bekamen wir eine typisch japanische Miso-Suppe, in der sich Tofu und Algen befanden. Nachdem wir alle brav unsere Suppen geschlürft und den Kampf mit dem Tofu gewonnen hatten, bekamen wir die Hauptspeise. Wir bekamen alle eine Schüssel mit Reis und die Teller der Vegetarier waren quadratische Schalen, die jeweils in vier Bereiche unterteilt waren; darin lagen verschiedene Arten Tempura (frittiertes Gemüse), Tofu und weiteres Gemüse. Die "Teller" der Nicht-Vegetarier waren rechteckig und in drei Bereiche aufgeteilt, die rohen Thunfisch und Lachs, panierte Shrimps und ein Mini-Hacksteak und ebenfalls Tofu enthielten. Mit einer Mischung aus Unwissenheit und Neugier probierten wir auch diese verschieden Speisen. Das japanische Essen hat unseren Vorstellungen überhaupt nicht entsprochen, wurde aber dennoch angenommen. Das Dessert bestand schließlich aus geschnittenen Erdbeer- und Kiwi-Stückchen.

 


Die Japanisch-SchülerInnen der KTS in Bad Godesberg!

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn. Dort erwartete uns eine Anime-Ausstellung, auf die wir uns besonders freuten. Schon vor dem Eingang sah man eine große Leinwand mit diversen Anime-Ausschnitten, die unsere Erwartung noch mehr weckte.

Drinnen angekommen, trafen wir weitere Schüler aus Königswinter, kauften unsere Eintrittskarten und wurden in zwei Gruppen geteilt. Wir waren ziemlich erstaunt, denn mit so vielen Japanisch-Schülern hatten wir nicht gerechnet! Das zeigt natürlich, wie sich die "japanische Welle" ausbreitet! :-) In der Gruppe konnten wir mit einer Führung verschiedene Bereiche ansehen, die mit solchen für etwas kleinere Kinder anfingen und bei den Animes für Ältere aufhörten. Die ganzen Filmausschnitte, Bilder und Figuren weckten große Erinnerungen an die eigene Kindheit. Spätestens bei Sailor Moon, Dragonball oder Wedding Peach verbrachten wir die meiste Zeit vor den Bildschirmen -wie schnell die Zeit doch vergeht.. und trotzdem sind wir nicht alt dafür! Unsere Führung ging etwa eine Stunde und danach durften wir uns noch "frei bewegen".

Wir müssen sagen, dass die Ausstellung in Ordnung war, aber leider nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Egal, wie glücklich es uns gemacht hat, unsere alten ''Stars'' zu sehen, wir hätten ein bisschen mehr erwartet. Vor allem neuere Animes, die in Japan beliebt sind, wären eine gute Option gewesen, die uns leider fehlte. Nichtsdestotrotz hatten wir eine Menge Spaß und freuen uns schon auf unseren nächsten Ausflug!


Dewa mata!
Verena von G. und Mihriban L. , 10. Jgst.