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Schulprofil

 
Begabtenförderung

Gab es bis vor einigen Jahren an den Gymnasien - neben der Teilnahme an Wettbewerben wie z.B. JUGEND FORSCHT - für besonders begabte Schüler und Schülerinnen nur die Möglichkeit des Überspringens einer Klasse ( AKZELERATION ), so werden seit geraumer Zeit an vielen Gymnasien in NRW weitere differenzierte Angebote und Fördermöglichkeiten bereitgestellt. Wer die Diskussion um die Unterstützung besonders begabter Jugendlicher in der letzten Zeit verfolgt hat, hat in diesem Zusammenhang die Stichworte PROFIL-KLASSEN und ENRICHMENT wahrgenommen.

Die Diskussion um die Notwendigkeit von Förderung und Forderung dieser Zielgruppe war natürlich - auch an unserer Schule - begleitet von vielen kritischen Fragen, wie z.B.: Wieso besonders Begabte noch mehr fördern? Wieso nicht alle Kapazitäten zur Förderung der schwächeren Schüler einsetzen? Um hier Missverständnisse auszuräumen: natürlich liegt uns die Förderung aller Schüler am Herzen und den schwächeren Schülern und deren Förderung gilt seit jeher unser besonderes Augenmerk. Die besonders schnelle Auffassungsgabe und besondere Intelligenz einzelner Jugendlicher aber einfach zu ignorieren und damit Langeweile, Unterforderung und Frust zu provozieren, kann nicht die Praxis in modernen Schulen sein.

An einer Schule von der Größenordnung der KTS können natürlich zur Begabtenförderung keine sogenannten PROFILKLASSEN mit dem Ziel, ganze Klassenverbände in 12 statt 13 Schuljahren den Unterrichtsstoff des Gymnasiums erarbeiten zu lassen, eingerichtet werden. Für uns eignen sich aber verschiedene Formen des Enrichments, also der Anreicherung des "normalen" Pensums. Seit dem Schuljahr 2001/2002 bieten wir unseren Schülern, die in der Orientierungsstufe und der Mittelstufe besonders gute Leistungen erzielen, folgende Optionen an:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
  1. Latein und Französisch parallel ab Klasse 7. Das heißt: der Unterricht in beiden Fremdsprachen ist so gelegt, dass die Schüler drei von vier Stunden in jedem Fach unterrichtet werden, die vierte Stunde muss selbständig nachgeholt werden.
  2. Im Differenzierungsbereich in den Klassen 9 und 10 besteht die Möglichkeit, Informatik und Französich (interessant für Schüler, die als 2. Fremdsprache Latein gewählt haben und nicht auf Informatik verzichten möchten) parallel zu wählen. Auch hier muss der "versäumte" Unterrichtsstoff selbständig nachgeholt werden. Diese "Doppelbelegungen" können jeder Zeit abgebrochen werden, wenn sich ein Schüler, eine Schülerin überfordert fühlt. Beide Angebote sind an unserer Schule sehr positiv und erfolgreich aufgegriffen worden und die Binsenweißheit, dass begabte Kinder besonders "viel Futter brauchen", hat sich bewahrheitet.
  3. Bisherige Erfahrungen:
    In der Jahrgangsstufe 8 nehmen zur Zeit fünf Schülerinnen sehr erfolgreich am Parallelunterricht Latein/Franz. teil, begonnen wurde er mit sechs SchülerInnen. In diesem Schuljahr haben bereits dreizehn SchülerInnen der Jahrgangsstufe 7 diese Option gewählt.
    Im Differenzierungsbereich sieht es ähnlich aus, auch hier lernen erfolgreich zwei Schülerinnen in der jetzigen 10 und fünf SchülerInnen in der 9 parallel Französich und Informatik.
  4. In der Oberstufe besteht für naturwissen-schaftlich Begabte die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Uni Köln an ausgewählten Grundseminaren im mathematisch / naturwiss. Bereich teilzunehmen, der versäumte Unterrichtsstoff muss dann wiederum selbständig nachgeholt werden. Dieses Angebot hat allerdings bislang keine(r) unserer Schüler und Schülerinnen genutzt.

Neben diesen "Extraangeboten" bemühen wir uns natürlich auch im normalen Unterrichtsalltag besondere Begabungen zu motivieren und zu fördern, z. B. auch durch Teilnahme von ganzen Klassen oder Schülergruppen an Wettbewerben, so z.B.

  • erfolgreiche Teilnahme am vom BMFT geförderten Projekt "InfoSchul II / 2" (2001/2002)
  • erfolgreiche Teilnahme am Rundschau-Wettbewerb "MediaCreativ" (2001/2002)
  • erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb "Chemie entdecken" (2001/2002, 2003/2003, 2003/2004)

Ulrike Merten