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Methodenarbeit in der Jahrgangstufe 11
(Zusammenfassung der Überlegungen am Studientag - 14.02.05)

Stand: das bisherige Konzept hat sich als wenig tragfähig erwiesen. Es kann nicht genügen, die Methodenschulung in 11 in Form isolierter und vom Unterricht abgekoppelter Methodentage zu organisieren. Die Wirksamkeit solcher Seminartage für die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler und die weitere Arbeit in der gymnasialen Oberstufe ist sehr begrenzt.

Andererseits besteht Konsens, dass die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise auf die methodischen Anforderungen in der Qualifikationsphase sowie Studium bzw. Ausbildung vorbereitet werden müssen.

Einige notwendige Elemente der Methodenschulung gehören nach Meinung der Arbeitsgruppe in besondere Seminarform bzw. AG-Form. Dazu gehören

  1. rhetorische Übungen für die Vorbereitung auf Präsentationssituationen
  2. Techniken zur formalen Gestaltung der Facharbeit
  3. Umgang mit PC-Standardanwendungen

Ad 1. Die Arbeitsgruppe ist der Meinung, dass die Schulung der rhetorischen Fähigkeiten sinnvoll in einem 2-3tägigen Seminar mit externen Referenten erfolgt. Eine inhaltliche Anbindung könnte über ein gesellschafts-politisches Thema erfolgen. Das Seminar sollte in einer Bildungsstätte in der Umgebung von Köln stattfinden und nebenbei die Funktion einer "Kennenlernfahrt" für die Stufe erfüllen. Auch deswegen ist eine Terminierung zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 sinnvoll.
Es wird zu klären sein, wer die Planung und inhaltliche Vorbereitung dieser Veranstaltung übernimmt und wie hoch die Kosten einer solchen Tagung sind.

Ad 2. Am Ende der Jahrgangstufe 12.1 könnte ein Auffrischungskurs / ein Facharbeitstag stattfinden. Inhaltliche Aspekte: Anlegen einer Gliederung, Formatierung von Seiten, Fußnoten, Zitate, Literaturverzeichnis usw. Grundlage dieser Veranstaltung könnte das Arbeitspapier sein, dass schon jetzt in der Stufe 12 verteilt wurde.

Ad 3. Im Umgang mit PC-Standardanwendungen (Textverarbeitung, Präsentations-programme, Internetanwendungen, …) zeigen die Schülerinnen und Schüler einen sehr unterschiedlichen Kenntnisstand. Das liegt an unterschiedlichen Interessenlagen, aber auch an den unterschiedlichen Lernwegen in der Sekundarstufe I (Diff-Kurs Informatik). Es erscheint sinnvoll, das vorhandene Potential und Expertenwissen von Schülerinnen und Schülern zu nutzen, um anderen weniger kundigen Schülerinnen und Schülern notwendige Kenntnisse zu vermitteln. Hier ist das Konzept "Schüler als Lehrer" angedacht worden, um in einer Selbst-lern-AG wichtige Kenntnisse weiterzugeben bzw. zu erwerben.
Eine Betreuung der AG durch eine Kollegin oder einen Kollegen erscheint allerdings notwendig

 

 

 

Zentraler Ansatz eines neuen Methoden-konzeptes für die Jahrgangsstufe 11 ist, dass die Schülerinnen und Schüler Methoden und Arbeitstechniken in ihren jeweiligen Kursen trainieren und die dabei entstehenden Produkte in einem Portfolio dokumentieren.
Das setzt detaillierte Absprachen zwischen den in der Stufe 11 unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen voraus.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sollen die Schülerinnen und Schüler folgende Elemente in ihrem Portfolio sammeln:

  • Referat(e)
  • Mindmaps
  • Dokumentation einer thematischen Recherche
  • Protokoll(e)
  • Umfangreiche schriftliche Hausarbeit/ Minifacharbeit (Fach Deutsch)
  • Präsentation(en) / Dokumentation eines Experiments
  • Expertenwissen / Schüler als Lehrer
  • Betriebspraktikum / Dokumentation und Präsentation

Die Bewertung der Portfolioarbeit erfolgt auf zwei Ebenen:

  1. Im Fach-Unterricht, in dem ein Portfoliobestandteil erarbeitet wurde, über die Note in der sonstigen Mitarbeit
  2. In einem Reflexionsgespräch am Ende des Schuljahres, in dem die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zusammen mit einem Fachlehrer/Fachlehrerin ihr Portfolio vorstellen. Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler zu ihren Arbeitsprodukten jeweils einen Auswertungsbogen (standardisiert) vorlegen und ihren eigenen Lernfortschritt in methodischen Bereich reflektieren und bewerten. Das Portfolio soll mit einer entsprechenden Bemerkung auf dem Zeugnis gewürdigt werden.

Die Portfolioarbeit lässt sich an den vorgelegten Ergebnissen evaluieren.

In einer weiteren Arbeitsbesprechung müssen Schritte zur Umsetzung dieses Konzepts geklärt werden.

M. Altehenger